Angst vor der Amtsarztprüfung? 

Herzzyklus

Thomas Schnura erklärt in diesem Beitrag die allgemeinen Kriterien von Pilzinfektionen.

Dieser Ausschnitt zur Vorbereitung auf die Heilpraktikerprüfung stammt aus dem Video über die Infektionslehre – Mikrobiologie und Hygiene.

Infektionen mit Pilzen, Funghi oder Myces, übrigens tatsächlich die gleichen Funghi, die Sie vielleicht von dem Belag Ihrer Pizza her kennen. Aber wie gesagt, wir sprechen von Schimmelpilzen oder Hefen.

Pilze verursachen meistens Infektionen der Haut oder Schleimhäute.

Pilzinfektionen

Halten wir uns bitte noch einmal die Dimensionen vor Augen. Unser Körperbesteht aus etwa zwei Quadratmeter Haut. Aber es befinden sich aber auch geschätzt cirka 250 m² Schleimhäute in unserem Körper.

Die Schleimhaut beginnt im Mund und zieht sich hin bis zum Ende des Darms. Hierbei handelt es sich um Atemwegsschleimhäute, die Schleimhäute der ableitenden Harnwege, der inneren Geschlechtsorgane und hier finden auch die Infektionen mit Pilzen statt, aber nicht einfach so.

Voraussetzungen für Pilzinfektionen

Pilzinfektionen bedürfen einer gewissen Voraussetzung.

Eine Eigenschaft von Pilzen ist, sie besitzen kein gutes Infektionsvermögen, haben also eine niedrige Infektiosität. Wenn Sie in Ihrer Sauna oder in Ihrem Schwimmbad sind, kommen Sie mit Pilzen, mit Hautpilzen in Kontakt. Aber mal ganz ehrlich, wie häufig ziehen Sie sich welche zu? Bekommen Sie aber immer wieder eine Pilzinfektion, dann sollten Sie sich einmal fragen, warum ist das so?

Abwehrschwäche fördert Pilzinfektionen

Denn eine Voraussetzung dafür, dass Pilze am menschlichen Körper eine Infektion verursachen können, ist, dass der Organismus eine Abwehrschwäche oder Immunschwäche aufweist.

Das heißt, bevorzugt infektionsgefährdet sind kleine Kinder, bei denen die Immunabwehr noch nicht so richtig funktioniert. Alte Menschen, bei denen das Immunsystem nicht mehr ausreichend funktioniert. Und dann noch die große Gruppe der immungeschwächten Menschen, die zum Beispiel Immunsuppressiva nehmen, weil sie schwere Autoimmunkrankheiten haben oder die zum Beispiel eine Schwäche des Immunsystems aufweisen, hervorgerufen durch eine Infektionskrankheit wie Aids, oder Menschen die Organtransplantate tragen und aus diesem Grunde Immunsuppressiva nehmen müssen.

Also eine wichtige Voraussetzung, dass es zu einer Pilzinfektion kommt besteht darin, dass in irgendeiner Art und Weise das Immunsystem geschwächt ist. In meiner Praxis heißt das, wenn mir ein Patient oder eine Patientin sagt, ich habe eine Pilzinfektion, dann ist meine erste Frage, warum? Einfach so geht das nicht! Wo ist die Lücke in der Abwehr, in der Immunabwehr.

Einzeller als Hefepilze

Da haben wir einmal die Einzeller, das sind Hefepilze. Zum Großteil werden sie verwendet in der Lebensmittelherstellung, Bierbrauerei, Kuchen backen, Brot backen, da wissen wir dass Hefen wichtig sind und dann die Mehrzeller.

Mehrzeller als Hyphen und Mycele

Mehrzeller die sogenannte Hyphen und Mycele bilden. Wie bereits erwähnt, Hyphen bilden einen ganz hauchfeinen, ganz zarten Film zum Beispiel auf dem Camembert, wie das bei unserem Organismus nicht passieren kann. Aber solche Mehrzeller, solche Schimmelpilze, bilden dann auch zum Beispiel in Gestalt des Aspergillus flavus ein Toxin, das für den Menschen tödlich sein kann, das Aflatoxin. Und die Toxine, nicht die Pilze selber, sondern die Toxine, können uns krankmachen und das wäre zum Beispiel der Fußpilz,

Fußpilz

der Soor der im Mund beginnt und am Darm endet, am unteren Ende des Darms, Aspergillosen, Vaginalmykosen, Atemwegsmykosen.

Pilzinfektion

Das sind die Infektionen mit Pilzen. Wie gesagt, meistens auf der Basis einer Immunschwäche.

Autor:

Thomas Schnura

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